Wichtige Steuertipps für die Berufsbekleidung

Wenn Sie glauben, dass Berufsbekleidung gleichermaßen steuerlich behandelt wird, irren Sie. Die steuerlichen Regelungen richten sich nach der Art der Bekleidung. Während herkömmliche Arbeitsbekleidung zumindest teilweise, wenn nicht sogar komplett, vom Arbeitnehmer finanziert werden muss, ist es Aufgabe des Arbeitgebers, die Schutzbekleidung zu finanzieren, und zwar vollständig. Sofern Sie als Mitarbeiter Arbeitskleidung kaufen müssen, können Sie die hierfür anfallenden Kosten unter Umständen steuerlich geltend machen. Dies geschieht im Zuge der Einkommenssteuer.

Wann Ihnen die Arbeitskleidung vom Arbeitgeber überlassen wird:

Um die steuerliche Relevanz einordnen zu können, unterscheidet man zwischen Schutzbekleidung oder herkömmlicher Berufsbekleidung, welche dem Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wird. Sofern es sich um Schutzbekleidung oder typische Berufsbekleidung (wie sie beispielsweise von Zimmermännern getragen wird) handelt, stellt es keinen geldwerten Vorteil im lohnsteuerlichen Sinne dar, wenn Sie die Arbeitsbekleidung von Ihrem Arbeitgeber zur Verfügung gestellt bekommen. Vielmehr handelt es sich um Bekleidungsarten, welche gemäß § 3 Nr. 31 EStG (Einkommensteuergesetz) als steuerfrei gelten. Nur für diese besteht keine Sozialversicherungspflicht und eine Lohnsteuer muss nicht gezahlt werden.

Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit, die Kosten für die Schutzbekleidung bzw. typische Arbeitsbekleidung in Form von Betriebsausgaben steuerlich geltend zu machen.

Zur typischen Arbeitskleidung gehören beispielsweise:

  • Sicherheitsschuhe
  • Arztkittel
  • Roben
  • Blaumänner
  • Arztschuhe
  • Uniformen
  • Talare
  • Kochbekleidung
  • Bekleidung eines Zimmermanns
  • Bekleidung des Schornsteinfegers

Handelt es sich nicht um typische Berufsbekleidung, sondern vielmehr um Kleidungsstücke, welche auch außerhalb der Arbeitsstätte getragen werden können, wird es als lohnsteuerpflichtiger geldwerter Vorteil angesehen, sofern Sie die Arbeitsbekleidung von Ihrem Arbeitgeber gestellt bekommen. Der Arbeitgeber muss diesen geldwerten Vorteil gem. § 8 Abs. 2 EStG versteuern. Des Weiteren hat der Arbeitgeber die Chance, die Arbeitsbekleidung als Betriebsausgabe anzusetzen.

Die steuerrechtliche Einordnung der Berufsbekleidung

Wie die Bekleidung einzuordnen ist, hängt davon ab, um welche Bekleidungsart es sich handelt. Es handelt sich hinsichtlich der Lohnsteuerpflicht nicht um Arbeitslohn, wenn die Kleidung aus einem eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers heraus getragen werden muss. Von einem geldwerten Vorteil muss hingegen ausgegangen werden, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Bekleidung als Entlohnung zukommen lässt. Dieser wiederum ist im Zuge der Lohnsteuer zu versteuern. Die Annahme, dass es sich um ein eigenbetriebliches Interesse handelt, sinkt, je höher die Aushändigung der Arbeitsbekleidung durch den Arbeitgeber an den Arbeitnehmer als Bereicherung für den Arbeitnehmer zu sehen ist.

Allein der Umstand, ob es sich um bürgerliche Kleidung handelt, reicht jedoch nicht aus. Vielmehr muss der Nutzen der Bekleidung bekannt sein und der Umstand, welche Interessen der Arbeitnehmer aus der Sicht des Arbeitgebers an der Berufsbekleidung hat. Von einem eigenbetrieblichen Interesse muss beispielsweise ausgegangen werden, wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmern einheitliche, bürgerliche Kleidung zur Verfügung stellt, welche jedoch mit einem Firmenlogo versehen ist und aus den Firmenfarben besteht. Laut Urteil des Bundesfinanzhofes vom 22.06.2006 zum Aktenzeichen VI R 21/05 besteht in diesem Fall keine Pflicht zur Lohnsteuer.

Umsatzsteuerfrei ist die Arbeitskleidung, wenn der Arbeitgeber ganz oder teilweise für die Kosten der Bekleidung aufkommt. Jedoch gilt dies nur in dem Fall, wenn die Bekleidung betrieblich notwendig ist. Generell fällt in diesem Fall keine Umsatzsteuer an, auch, wenn es sich um keine typische Arbeitsbekleidung handelt. Auch dies hat der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 29.05.2008 zum Aktenzeichen VR 12/07 bestätigt.

Arbeitnehmer: Werbungskosten für Berufsbekleidung

Sofern ein Arbeitnehmer die Arbeitskosten ganz oder teilweise selbst finanziert, können die entsprechenden Kosten unter Umständen als Aufwendungen in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden, und zwar im Rahmen der Werbungskosten. Einzureichen ist die Einkommensteuererklärung beim zuständigen Finanzamt. Die Möglichkeit zur Geltendmachung im Rahmen der Einkommenssteuer besteht jedoch nur, wenn es sich um typische Berufsbekleidung handelt, welche ausschließlich zu beruflichen Zwecken genutzt werden kann. Dies geht hervor aus § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 Einkommensteuergesetz (EStG). Aus § 9 Nr. 1 Satz 2 Einkommensteuergesetz geht hervor, dass die Kosten für die Anschaffung von Bekleidung nicht zu den Werbungskosten zählen, sondern den Aufwendungen für die allgemeine Lebensführung zugeordnet werden. Gleiches gilt für die Instandsetzung und Reinigung der Bekleidung, und zwar auch, wenn es sich um typische Berufsbekleidung handelt, die ausschließlich im Job getragen wird. Zu den Werbungskosten können keine Kosten für Unterwäsche, Freizeit- oder Straßenkleidung angesetzt werden.

Ein Straßenbahnfahrer reichte beim Finanzgericht Köln Klage ein, da er folgende Dinge als Werbungskosten für die Anschaffung und Reinigung von Arbeitsbekleidung ansetzen wollte:

 

  • Zwei rote Dienstpullover in der Woche
  • Ein grau/weißes Oberhemd am Tag
  • Eine graue Arbeitshose in der Woche
  • Eine schwarz/rote Dienstjacke in der Woche
  • Einen rot/schwarzen Dienstparka alle zwei Wochen

 

Der Abzug der Werbungskosten wurde durch das Finanzgericht Köln abgelehnt, da diese Bekleidung als bürgerliche Kleidung und nicht als typische Arbeitsbekleidung angesehen wurde. Da das auf der Bekleidung angebrachte Logo recht klein und unscheinbar war, konnte auch dieses nichts an der Meinung des Gerichts ändern. Nachlesen können Sie diesen Fall im Urteil des Finanzgerichts Köln vom 28.04.2009 zum Aktenzeichen 12 K 839/08.

Hingegen können Kosten, die beispielsweise durch Zerreißen oder andere Beschädigungen während der Arbeit entstehen, als Werbungskosten angesetzt werden. Dies gilt auch dann, wenn es sich um keine typische Arbeitskleidung, sondern um „normale“ Kleidungsstücke handelt. Um die Kosten als Werbungskosten einzureichen, darf der Arbeitgeber bislang keinen Schadensersatz geleistet haben. Des Weiteren kann lediglich der Restwert der Bekleidung angesetzt werden und nicht etwa der Neuwert.

Wichtige Steuertipps für die Berufsbekleidung

Wenn Sie glauben, dass Berufsbekleidung gleichermaßen steuerlich behandelt wird, irren Sie. Die steuerlichen Regelungen richten sich nach der Art der Bekleidung. Während herkömmliche Arbeitsbekleidung zumindest teilweise, wenn nicht sogar komplett, vom Arbeitnehmer finanziert werden muss, ist es Aufgabe des Arbeitgebers, die Schutzbekleidung zu finanzieren, und zwar vollständig. Sofern Sie als Mitarbeiter Arbeitskleidung kaufen müssen, können Sie die hierfür anfallenden Kosten unter Umständen steuerlich geltend machen. Dies geschieht im Zuge der Einkommenssteuer.

Wann Ihnen die Arbeitskleidung vom Arbeitgeber überlassen wird:

Um die steuerliche Relevanz einordnen zu können, unterscheidet man zwischen Schutzbekleidung oder herkömmlicher Berufsbekleidung, welche dem Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wird. Sofern es sich um Schutzbekleidung oder typische Berufsbekleidung (wie sie beispielsweise von Zimmermännern getragen wird) handelt, stellt es keinen geldwerten Vorteil im lohnsteuerlichen Sinne dar, wenn Sie die Arbeitsbekleidung von Ihrem Arbeitgeber zur Verfügung gestellt bekommen. Vielmehr handelt es sich um Bekleidungsarten, welche gemäß § 3 Nr. 31 EStG (Einkommensteuergesetz) als steuerfrei gelten. Nur für diese besteht keine Sozialversicherungspflicht und eine Lohnsteuer muss nicht gezahlt werden.

Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit, die Kosten für die Schutzbekleidung bzw. typische Arbeitsbekleidung in Form von Betriebsausgaben steuerlich geltend zu machen.

Zur typischen Arbeitskleidung gehören beispielsweise:

  • Sicherheitsschuhe
  • Arztkittel
  • Roben
  • Blaumänner
  • Arztschuhe
  • Uniformen
  • Talare
  • Kochbekleidung
  • Bekleidung eines Zimmermanns
  • Bekleidung des Schornsteinfegers

Handelt es sich nicht um typische Berufsbekleidung, sondern vielmehr um Kleidungsstücke, welche auch außerhalb der Arbeitsstätte getragen werden können, wird es als lohnsteuerpflichtiger geldwerter Vorteil angesehen, sofern Sie die Arbeitsbekleidung von Ihrem Arbeitgeber gestellt bekommen. Der Arbeitgeber muss diesen geldwerten Vorteil gem. § 8 Abs. 2 EStG versteuern. Des Weiteren hat der Arbeitgeber die Chance, die Arbeitsbekleidung als Betriebsausgabe anzusetzen.

Die steuerrechtliche Einordnung der Berufsbekleidung

Wie die Bekleidung einzuordnen ist, hängt davon ab, um welche Bekleidungsart es sich handelt. Es handelt sich hinsichtlich der Lohnsteuerpflicht nicht um Arbeitslohn, wenn die Kleidung aus einem eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers heraus getragen werden muss. Von einem geldwerten Vorteil muss hingegen ausgegangen werden, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Bekleidung als Entlohnung zukommen lässt. Dieser wiederum ist im Zuge der Lohnsteuer zu versteuern. Die Annahme, dass es sich um ein eigenbetriebliches Interesse handelt, sinkt, je höher die Aushändigung der Arbeitsbekleidung durch den Arbeitgeber an den Arbeitnehmer als Bereicherung für den Arbeitnehmer zu sehen ist.

Allein der Umstand, ob es sich um bürgerliche Kleidung handelt, reicht jedoch nicht aus. Vielmehr muss der Nutzen der Bekleidung bekannt sein und der Umstand, welche Interessen der Arbeitnehmer aus der Sicht des Arbeitgebers an der Berufsbekleidung hat. Von einem eigenbetrieblichen Interesse muss beispielsweise ausgegangen werden, wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmern einheitliche, bürgerliche Kleidung zur Verfügung stellt, welche jedoch mit einem Firmenlogo versehen ist und aus den Firmenfarben besteht. Laut Urteil des Bundesfinanzhofes vom 22.06.2006 zum Aktenzeichen VI R 21/05 besteht in diesem Fall keine Pflicht zur Lohnsteuer.

Umsatzsteuerfrei ist die Arbeitskleidung, wenn der Arbeitgeber ganz oder teilweise für die Kosten der Bekleidung aufkommt. Jedoch gilt dies nur in dem Fall, wenn die Bekleidung betrieblich notwendig ist. Generell fällt in diesem Fall keine Umsatzsteuer an, auch, wenn es sich um keine typische Arbeitsbekleidung handelt. Auch dies hat der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 29.05.2008 zum Aktenzeichen VR 12/07 bestätigt.

Arbeitnehmer: Werbungskosten für Berufsbekleidung

Sofern ein Arbeitnehmer die Arbeitskosten ganz oder teilweise selbst finanziert, können die entsprechenden Kosten unter Umständen als Aufwendungen in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden, und zwar im Rahmen der Werbungskosten. Einzureichen ist die Einkommensteuererklärung beim zuständigen Finanzamt. Die Möglichkeit zur Geltendmachung im Rahmen der Einkommenssteuer besteht jedoch nur, wenn es sich um typische Berufsbekleidung handelt, welche ausschließlich zu beruflichen Zwecken genutzt werden kann. Dies geht hervor aus § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 Einkommensteuergesetz (EStG). Aus § 9 Nr. 1 Satz 2 Einkommensteuergesetz geht hervor, dass die Kosten für die Anschaffung von Bekleidung nicht zu den Werbungskosten zählen, sondern den Aufwendungen für die allgemeine Lebensführung zugeordnet werden. Gleiches gilt für die Instandsetzung und Reinigung der Bekleidung, und zwar auch, wenn es sich um typische Berufsbekleidung handelt, die ausschließlich im Job getragen wird. Zu den Werbungskosten können keine Kosten für Unterwäsche, Freizeit- oder Straßenkleidung angesetzt werden.

Ein Straßenbahnfahrer reichte beim Finanzgericht Köln Klage ein, da er folgende Dinge als Werbungskosten für die Anschaffung und Reinigung von Arbeitsbekleidung ansetzen wollte:

 

  • Zwei rote Dienstpullover in der Woche
  • Ein grau/weißes Oberhemd am Tag
  • Eine graue Arbeitshose in der Woche
  • Eine schwarz/rote Dienstjacke in der Woche
  • Einen rot/schwarzen Dienstparka alle zwei Wochen

 

Der Abzug der Werbungskosten wurde durch das Finanzgericht Köln abgelehnt, da diese Bekleidung als bürgerliche Kleidung und nicht als typische Arbeitsbekleidung angesehen wurde. Da das auf der Bekleidung angebrachte Logo recht klein und unscheinbar war, konnte auch dieses nichts an der Meinung des Gerichts ändern. Nachlesen können Sie diesen Fall im Urteil des Finanzgerichts Köln vom 28.04.2009 zum Aktenzeichen 12 K 839/08.

Hingegen können Kosten, die beispielsweise durch Zerreißen oder andere Beschädigungen während der Arbeit entstehen, als Werbungskosten angesetzt werden. Dies gilt auch dann, wenn es sich um keine typische Arbeitskleidung, sondern um „normale“ Kleidungsstücke handelt. Um die Kosten als Werbungskosten einzureichen, darf der Arbeitgeber bislang keinen Schadensersatz geleistet haben. Des Weiteren kann lediglich der Restwert der Bekleidung angesetzt werden und nicht etwa der Neuwert.